Karate Emme

Das Training

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Karate-Do ist für viele ein mysteriöser Begriff. Es ist eine Kampfkunst für die man Zeit braucht. Zeit zum fühlen und verstehen. Oftmals wird das Karateprinzip so stark vereinfacht auf Wettkampfformen, was aber die grundlegenden Prinzipien, die diese Kunst ausmachen, verloren gehen lassen. Karate-Do richtig ausgeführt, kann bewegte Meditation sein, mit dynamischen Methoden und eine lange und wertvolle Arbeit der Persönlichkeitsentwicklung.

Mit korrektem Üben kann jeder und jede Einzelne viele positive Eigenschaften erarbeiten, indem sie das kontrollierte gegenseitige Wirken von Geist und Körper entwickeln. Mit einem starken und trainierten Körper wird ein Gefühl des Selbstvertrauens gefördert. Dieser Zustand indem man sich immer wieder im Kampf stellen muss, bringt uns zu diversen Phasen der Selbsterkenntnis. Diese Zyklen der Entwicklung sind das Ziel jedes ernsthaften Schülers. Auf den ersten Blick scheint es, dass die Kunst des Karate nichts mit Meditation zu tun hat. Doch insbesondere für diejenigen Schüler, die keine Ruhe finden können, wird Karate-Do dann wertvoll, wenn sie älter werden . Das richtige Üben des Karate spricht deshalb nicht nur die physische, sondern auch die soziale Komponente an. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist das Ideal dieser passiven Kraft besonders wichtig.

Allgemeines

Getragen wird ein Karate Gi (Anzug). Das Dojo ist mit Matten ausgelegt. Man findet Spiegelwände vor. Der Spiegel eignet sich hervorragend zur Selbstkontrolle bei der Ausführung der Techniken.

Gruss

Zur Wahrung des Respekts und der Achtung voreinander ist das Grussritual Bestandteil eines jeden Karate-Dojos. In allen Kampfkünsten, die sich mit dem Oberbegriff Budozusammenfassen lassen, ist der Begriff Rei bekannt. Rei stellt eines der wichtigsten Verhalten innerhalb und letztendlich auch außerhalb des Karate dar. Der Begriff Rei wird meist mit Gruss übersetzt und hat seinen Ursprung einmal im Wort Kei-Rei (Gruss, Verbeugung) und stammt zum anderen von Rei-Gi (Höflichkeit, Verhalten) ab.

Das Üben

Das Training sollte mit einer funktionalen Aufwärmgymnastik begonnen werden. Sie dient dazu, Muskulatur und Kreislauf auf die kommenden Anforderungen einzustellen. Wichtig sind dabei Dehnübungen, um Zerrungen vorzubeugen. Aber auch die Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur ist wichtig, da viele Techniken erst durch einen kraftvollen Einsatz der Hüfte ihr Energiepotential entfalten können. I.d.R. werden dann Einzeltechniken oder Kombinationen in der Grundversion, d.h. grundschulmäßig geübt. Es folgt die Anwendung mit dem/der PartnerIn, wobei hier auch noch Schwerpunkte gesetzt werden können.

Die Techniken können grundschulmäßig, als Selbstverteidigungsform oder als Frei- bzw. Wettkampfform geübt werden. Oftmals wird dann noch das Trainieren von Katas angeschlossen. In Vereinen die wenig Hallenzeiten zur Verfügung haben, ist es oftmals nicht anders möglich, alle Elemente des Karates gleichberechtigt zu üben. Ansonsten sollte besser ein eigenes Katatraining angesetzt werden. Gerade Kata erfordert einen hohen motorischen Aufwand. Die motorische Fähigkeit lässt aber gegen Ende des Trainings, wenn ein gewisser Erschöpfungsgrad erreicht ist, nach. Wenn man Karate als Meditation in Bewegung definiert, dann sollte beim Training nur das notwendigste mit dem/der PartnerIn gesprochen werden. Denn jedes Gespräch bringt mich weg von mir und damit von meinen Übungen.

Karate erfordert ein hohes Mass an Selbstdisziplin, wenn man weiter kommen will. Denn anders als z.B. im Judo, trainiert der/die Karateka viele Übungen zwar in Gruppenformation, aber doch letztendlich für sich alleine. Da ist kein/e PartnerIn, durch die man gefordert und gefördert wird. Der Vorteil ist aber auch, dass man Karate fast überall für sich trainieren kann.

Karate eignet sich hervorragend als Sport, der bis ins hohe Lebensalter ausgeübt werden kann. Es werden Kraft und Beweglichkeit geschult und die Techniken können nach dem eigenen Leistungsvermögen ausgeführt werden.

Kata

Die Kata ist eine fester Bestandteil des Karates. Gerade in ihr kann man sehr schön die Unterschiede in den einzelnen Stilrichtungen sehen. Manche Katas schulen die Schnelligkeit oder/und Kraft, bei anderen ist besonders auf den richtigen Einsatz der Atmung (vor allem im Goju-ryu) zu achten. In früheren Zeiten diente eine Kata dazu, Techniken des jeweiligen Karatestils von Schüler zu Schüler weiterzugeben. Eine Kata soll aber auch die innere Haltung zum Kampf beeinflussen. Eigenschaften wie Zanshin, Sicherheit, Entschlusskraft, Gelassenheit sollen gefördert werden. Zur Kata gehört auch das Bunkai. Dabei werden die einzelnen Techniken mit einem/r oder mehreren PartnernInnen geübt. So kann das Verständnis für eine Kata erhöht werden.